Ein Fazit nach 7 Monaten

Ein Fazit nach 7 Monaten

Nun sind es sieben Monate, seit wir nach Berlin gezogen sind. Wir haben eine neue Wohnung, ein neues Kind, eine neue Kita für die Grössere, neue Jobs und neue Tagesabläufe. Schlicht, alles ist anders, alles ist neu. Ein kompletter Reset unseres bis anhin so stringenten Lebens. Die letzten Monate fühlen sich an, wie Jahre. Nie zuvor wurden wir auf Herz und Niere so geprüft, wie jetzt, wo wir in Berlin leben. Berlin, Big Apple von Europa, alles scheint möglich, es gibt nichts, dass es nicht gibt. Einkaufen bis um Mitternacht, Englisch, Französisch und Italienisch sind an der Tagesordnung, die Stadt bietet unendlich viele Möglichkeiten. Tag und Nacht. Cool, oder? Nur. Als frischgebackene, frisch umgezogene, sprich eingewanderte Familie hat man nicht so wahnsinnig viel von diesem Angebot. Tja. Aber immerhin nutzen wir die Möglichkeit, bis um Mitternacht einzukaufen. So nach dem Motto; Mach den Alltag zum Event. Übrigens, mit Disco-Beleuchtung und Musik macht das sogar Spass. Yeah!

Hier noch unser Erlebnis-und Stress-Protokoll der letzten sieben Monate:

Zwei Monate ohne Internet-und Telefonanschluss. Ein geklautes Navigationssystem. Drei geklaute Sonnenbrillen. Zwei verschiedene Deutsche Nummernschilder. Einmal Schlüsseldienst am Sonntag. Drei Stürze mit Folge von Stirnhörnern. (Kommt daher dieser Einhorn-Fetisch von unserer Grösseren?) Eine Lungenentzündung, drei Grippale Infekte mit Husten, einen fünftägigen Spitalaufenthalt, einen achttägigen Kinderspitalaufenthalt, ungefähr zwanzig Arztbesuche, drei Parkbussen, eine Verkehrsabgaben-Busse, einen Punkt in Flensburg, sieben Monate ohne EC Karte (nur ich, weil ich noch nicht persönlich bei der Bankfiliale am anderen Ende der Stadt vorbei gehen konnte), sieben Monate mit einem Prepaid Handy. (Unter uns gesagt, komme ich mir ein wenig vor, wie ein Drogendealer. Nur cash und prepaid. Aber so what. Wir sind ja in Berlin...)

Ein defektes Kühlschranklicht, zwei Mal Schimmel im Badezimmer, ein Notpass fürs Baby, damit es in die Schweiz einreisen darf, ein Besuch bei der Zollstelle Schöneberg, wegen Falschdeklaration eines Päklis, ein oder mehrere geklaute Babygeschenke (Die Post stellt einfach die Pakete vor unsere Haustüre. Ist doch denen egal, ob wir Babygeschenke bekommen oder nicht!) Einmal Parkkarte umtauschen.  Mindestens vier hautnah erlebte Promis. Besuche beim Amt für Migration, auf der Schweizer Botschaft, bei der Agentur für Arbeit, bei der Elterngeldstelle, beim Steueramt, beim Bezirksamt Pankow, genauer gesagt beim Amt für Parkkarten, dem Amt für Kitagutscheine, dem Amt für die Umschreibung des Führerscheins, auf dem Amt für die Abholung des fertigen Führerscheins, also der Fahrerlaubnis Behörde. (Ja! Zwei Ämter für die Umschreibung des Führerscheins.) Und rund ein Dutzend professionelle Passfotos für sämtliche Ausweise.

Hab ich was vergessen? Ach? Ob wir uns schon eingelebt haben?

Mhmm. Kann ich irgendwie noch nicht genau beantworten. Mal schauen.

 

Das Leben ist ein Ponyhof!

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Mit Mips im Krankenhaus

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