Ein persönliches Hoi nach 10 Grippetagen

Ein persönliches Hoi nach 10 Grippetagen

Halli Hallooo oder besser gesagt Hoiiii!

Da bin ich wieder. Ist da (noch) jemand? Ich melde mich nach sage und schreibe zehntägiger Grippe (dem ultimativen all-in Package für Fortgeschrittene) zurück ins www. Geplagt war ich nicht nur von bestialischen Kopfschmerzen, sondern auch von unerledigten (mir selbst auferlegten) to do Listen, die sich unter meiner Stirn fest bissen und mich in meinen Fieberträumen heimsuchten.

Da war ein Nachmittag im Sherlock-Holmes-Escape Room geplant, den ich absagen musste, ein ungeschriebener Schönigkeiten DIY Post über Icke Made, einen Beitrag über die Dreistigkeit, dass die Berliner-Diebe nicht mal mehr vor Windel-Klau in Mipsis Kita Halt machen oder dass ich morgens am Alexanderplatz um ein Haar von einem überdimensionalen Papaschlumpf und einer vollschlanken Frau gerammt worden wäre, nur weil sie sich nicht losgelassen haben.

Das und noch viel mehr. Aber ich konnte einfach nicht mehr. Ich lag flach. Und zwar so richtig. Und ich hatte doch anfangs Winter eine Grippe-Impfung gemacht (oder ist die etwa an meinem schwachen Immunsystem schuld?).

Wer jetzt einen Jammer-Post erwartet kann aufatmen. So schlimm kommt es nicht. Es ist mir schlicht und ergreifend ein Anliegen, hier mein Statement abzugeben, wieso die Hoi Berlin Posts in Moment nur tröpfchenweise daher kommen und wieso ich letzte Woche sogar total verzweifelt den „Stop die Kampagne Button“ für den Newsletterversand drückte.

Wieso kann ich kein Einhorn sein und mit strahlender Mähne und sauber geputztem Horn dem Regenbogen entgegen galoppieren? Mit Leichtigkeit und ohne Zukunftsängste?

Klar kann ich. Man kann doch alles, was man sich erträumt, oder? Aber leider gehöre ich eher zur Gattung der Arbeitstiere mit Tendenz zur Selbstausbeutung. Ich versuche immer so perfekt wie möglich an meine Idealvorstellungen ranzukommen und bin ein sturer Bock und wenn ich mir was vorgenommen habe, dann ziehe ich das auf Biegen und Brechen durch.

Jetzt sitze ich grad in einem (eigentlich viel zu heissen) Schaumbad und nutze den Babywannenaufsatz als meinen Labtop Tisch. Und da haben wir’s wieder. Statt zu baden und zu entspannen und die exklusive Ich-Zeit zu nutzen, töggelt (haut) die Alte in ihre Tasten und friert an den Oberkörper. Wieso ich mir das antue? Das versuche ich seit einiger Zeit zu ergründen...

Ich hatte die Utopie, alles schaffen zu können, wenn ich fleissig genug bin. Einen Vollzeitjob in Teilzeit zu absolvieren, eine Familie zu managen inklusive Kinderbetreuung, Reinigungen aller Art, Verpflegungen aller Art (auch ins Restaurant gehen kann anstrengend sein mit zwei Kindern) und dann noch nebenbei Hoi Berlin so zu schreiben und zu gestalten, dass es was her macht und locker flockig rüber kommt. 

So feile ich abends stundenlang und Wochenende für Wochenende an Fotos und Texten und überlege mir, wie ich die nächste Geschichte umsetzten könnte. Newsletter-Abmeldungen und den unausgesprochenen Kampf um Follower-Zahlen und Likes versuch ich nicht persönlich zu nehmen, aber es kränkt mich. Ich gebe es zu. 

Hoi Berlin ist wie mein Baby. Mit diesem Blog habe ich mir den Zugang zu einer neuen Welt geschaffen in der ich als eigener Girlboss bestimmen kann, worüber und was ich schreiben will. Ich kann Fotostories umsetzen, schreiben und gestalten und fühle mich nach jedem Post selig und von Adrenalin durchflutet. Ich bin süchtig und MUSS schreiben, weil ich es LIEBE!

Aber müssen und lieben passen nicht so wirklich zusammen, oder? Also brauche ich einen neuen Ansatz, meine Kräfte sinnvoll einzuteilen, um die wichtigsten Menschen und Momente in meinem echten Leben nicht zu verpassen. Um meinen Traum zu leben ohne ihn kaputt zu machen.

Und drum steig ich am Freitag in den Flieger nach London Town um an einem Workshop bei den Macherinnen von Career Girl Daily teilzunehmen, mit der Hoffnung eine Antwort darauf zu finden, wie mein weiterer Schreib-Weg verlaufen soll, wer ich bin, was ich ausdrücken kann, was ich nicht will und wie ich an meinem Schreiben wachse und nicht erkranke.

Klingt zu verbissen? Mhmm, ja, vielleicht. Aber Ambitionen sind doch etwas Positives.

Eines meiner persönlichen Ziele, bevor wir vor drei Jahren nach Berlin gezogen sind war, meinen Weg zu finden und ich weiss, da bin ich jetzt ganz Nahe dran.

Danke, dass ihr da seid und mich lest und vielleicht habt ihr ja auch noch den einen oder anderen Tipp, wie ihr mit solchen Moneyjob-Traumjob-Familie-Konstrukten umgeht. Ich freue mich über eure Kommentare.

Zwei tolle Interviews, die ich letzte Woche gelesen und die mich sehr berührt haben findet ihr hier: Melodie Michelberger im Muxmäuschenwild Magazin und Steffi von Ohmmmmm, warum man eine Auszeit nie bereut. Ich finde, sie passen hier ganz gut rein.

Herzlich Claudia

Von Maus für Mips - Gegen Albträume. Der Frosch sorgt dafür, dass die blöden Träume einen Tinitus bekommen und weggehen.

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In 5 Schritten zum eigenen Face & Bodyscrub (mit Verlosung)

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