Beim Teutates! Eisderix!

Beim Teutates! Eisderix!

Auf unserem Spaziergang durch einen der ältesten Teile Neuköllns, dem wunderschönen Rixdorf, sind wir auf die kleine Eismanufaktur Eisderix gestoßen. Kaum sah ich das Logo wusste ich, dass wir hier nichts falsch machen können.

Und tatsächlich: In warmer, unkomplizierter Atmosphäre fanden wir uns auf zwei ins Fenster drapierten Stühlen wieder, haben Espresso geschlürft, uns an unglaublich leckerem Eis erfreut und den Moment genossen.

Besser hätte das Timing nicht sein können. Ich traf nämlich auf Philippe, einen der Gründer von Eisderix, der mich spontan einlud, einen Blick hinter die Kulissen - sprich in die Küche der Manufaktur - zu werfen.

Ich war fasziniert, dass es drei Maschinen und Temperaturen zwischen minus 5 und minus 30 Grad benötigt, um das perfekte Speiseeis zu bekommen. Für dieses ist übrigens Chris, der Eismacher, zuständig - neben den beiden Gründern Philippe und Paul der Dritte im Bunde.

Eisderix steckt noch in Kinderschuhen, die Eröffnung liegt erst einen Monat zurück. Philippe erzählt mir ein wenig über die Entstehung von Eisterix und über den Kiez rund um die Böhmische Straße und den Richardplatz im Herzen Rixdorfs.

1. Was hat euch dazu bewogen, einen eigenen Eisladen zu eröffnen?

Ich und Paul sind schon lange befreundet und waren im Gastrobereich tätig. Wir hatten das Lokal mit den beiden Räumlichkeiten hier schon länger im Auge und als es dann letzten November frei wurde, mussten wir einfach zuschlagen. Wir wussten aber noch nicht, dass es am Ende ein Eisladen werden soll. Und da kam Chris ins Spiel. Über sieben Ecken, Freunde und Mitbewohner fragten wir ihn, ob er Bock hätte, mit uns einen Eisladen aufzumachen. Und er sagte sofort zu. Er war praktisch das Zünglein an der Waage und wir sind super glücklich, dass das so reibungslos geklappt hat. Nun kümmert er sich um das perfekte Eis und wir führen einen schmucken kleinen Eisladen mit Manufaktur und allem Drumherum.

 

2. Erzähl mir bitte noch etwas über dieses Lokal hier.

Die Location war in keinem guten Zustand, als wir sie übernahmen. Also haben wir, Paul, Chris und ich, angefangen, alles zu renovieren. Zusammen mit einem befreundeten Schreiner haben wir Tag und Nacht gearbeitet, um alles rechtzeitig fertig zu haben. Die Rückmeldungen der Kunden bestätigen uns, dass wir den richtigen Schritt getan haben: Wir kriegen den ganzen Tag nur positives Feedback. Es macht richtig Spass, hier zu arbeiten und die Mühe und die schlaflosen Nächte haben sich gelohnt.

3. Wer kommt denn zu Eisterix? Und was ist die beliebteste Sorte?

Genauso vermischt wie der Bezirk ist, sind auch unsere Gäste: Studenten und junge, zugezogene Familien aus dem Kiez, aber auch türkische und arabische Familien, die schon lange hier leben. Viele kommen zum Beispiel nach der Kita mit ihren Kindern vorbei oder haben einen Besuch bei uns zu ihrem täglichen Ritual gemacht. Wir wollen eben jeden mit unserem Eis glücklich machen. Eine Kugel kostet 1.20, speziellere Sorten wie zum Beispiel Pistazie oder Erdnuss Brownie verkaufen wir für 1.40 bis 1.60 Euro. Aber auch Eis „am Stil“ haben wir für 2.50 Euro im Angebot. Es ist gerade bei heißen Temperaturen sehr erfrischend und teilweise sogar ohne Zucker hergestellt. Zur Zeit haben wir die Sorten Limette-Minze, Erdbeer-Basilikum und Kirsche-Banane; letztere ist natürlich besonders bei den Kids beliebt.

 

4. Was hat der Name Eisterix auf sich?

Chris ist Belgier, ich bin Halb-Franzose. Eisderix ist ganz klar eine Anlehnung an Asterix und Obelix, auch darum die Oranginaflaschen, die an den Zaubertrank von Asterix erinnern. Wer einen Bezug zum Französischen hat, versteht auch den Bezug zu unserer Heimat Rixdorf. Eis aus Rixdorf = Eis de Rix. Also ein Wortspiel, welches in mehrerer Hinsicht passt und auf uns zutrifft. Ein befreundeter Grafiker und Typograf hat uns dann unter die Arme gegriffen und nach unseren Entwürfen unser Logo designt - schon der erste Entwurf passte wie Streusel auf Schokoeis! Wir passten dann den Raum ans Farbkonzept des Logos an, also wieder eine sehr unkonventionelle Herangehensweise, über die wir sehr glücklich sind.

5. Was sollte man auf keinen Fall verpassen, wenn man bei euch in der Gegend ist?

Auf jeden Fall Die Königliche Backstube, die genau gegenüber unseres Ladens liegt: Sie produzieren wirklich fantastisches Brot dort. Die Qualität stimmt einfach. Frühstücken sollte man bei Hallmann & Klee, tolles Mittags- und Abendessen gibt’s bei Rotbart oder im Barini - beide liegen am Böhmischen Platz.

  1. Eisterix, Böhmische Strasse, 12055 Berlin (Öffnungszeiten: Täglich 11:00 bis 22:00 Uhr)
  2. Die königliche Backstube, Zwiestädter Straße 10, 12055 Berlin (Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9:00 bis 19:00 Uhr. Samstag 08:00 bis 14:00 Uhr.
  3. Hallmann & Klee, Böhmische Strasse 13, 12055 Berlin (Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag 09.30 bis 22:00 Uhr. Sonntag 09:30 Uhr bis 18:00 Uhr.)
  4. Rotbart, Böhmische Strasse 43, 12055 Berlin (Öffnungszeiten: täglich ab 18:00 Uhr)
  5. Barini, Böhmische Strasse 46, 12055 Berlin (Öffnungszeiten: Montag bis Freitag ab 09:00 Uhr, Samstag, Sonntag ab 10:00 Uhr)

Rixdorf ist eben eine kleine Oase inmitten Berlins und der Zusammenhalt zwischen den einzelnen Betrieben ist wirklich toll! Wir haben zur Eröffnung beispielsweise keine Werbung gemacht, lediglich ein paar umliegenden Shops und Kneipen erzählt, dass wir bald mit einer eigenen Eismanufaktur im Kiez vertreten sind - und trotzdem hat sich das Ganze schnell herumgesprochen.

Wir drei müssen nur ein wenig darauf achten, bei dem leckeren Eis nicht zu oft in Versuchung zu kommen. 

Öffnungszeiten: Täglich 11:00 bis 22:00 Uhr. Facebook.

 

Fotos: Hoi Berlin und Eisterix (mit freundlicher Genehmigung)

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