Wir haben einen Vogel!

Wir haben einen Vogel!

Das Birden liegt bei uns in der Familie. Also naja, sagen wir mal, es ist eher mein Ding. Ich bin der Nerd mit dem Fernglas und dem Vogelbuch. Ich geb's zu.

Darüber hab ich ja auch schon berichtet. Vom Birdwatching im Klunkerkranich, als meine Familie ausgeflogen war oder vom hübschen Vogelkalender im Beitrag ein Vogel pro Monat und von selbstgemachten Vogelfutter-Zapfen

Aber: Der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm und deshalb möchte ich hier ein paar Zeilen über unser neustes Beobachtungs-Projekt schreiben. Mips ist hin und weg.

Wir haben einen Vogel! 

Genauer gesagt eine Amsel. Die hat nämlich ihr Nest ins Blumenkistchen unserer Nachbarn hineingebaut. Und zwar genauso, dass wir freie Sicht in ihre Wohnung haben. Wir brauchen uns bloss auf unseren Balkon zu stellen und durchs Gitter hindurch zu spähen. Seht ihr sie?

Entdeckt hat sie nicht etwa ich oder die Mädels, nein, Frau Büsensen! Wer sonst?

Die stand da für halbe Ewigkeiten und hat gestarrt. Und als wir es dann entdeckt haben, wir natürlich auch. Ich habe mir dann so vorgestellt, wie das aussehen muss, wenn da ständig vier Leute, dicht gedrängt und flüsternd auf einem kleinen Berliner Hinterhof Balkon zu den Nachbarn runter spannern. Von der Katze ganz zu schweigen.

Jedenfalls ist das unser neues Highlight. Wir stehen morgens auf und schauen als erstes, wie es dem Vögelein geht. So nennt Mips Frau Amsel. Kommen wir von der Kita nach Hause, schauen wir was das Vögelein macht und abends, vor dem ins Bett gehen (die perfekte Story, um Mips ebenfalls ins Bett zu locken; denn der Vogel sieht immer so aus, als schliefe er) sagen wir dem Vögelein gute Nacht.

Vor zwei Wochen, es war an dem Tag, an dem wir uns für unseren Ausflug aufs Land wappneten, entdeckten wir das Nest mit fünf grünlich-blauen Eiern. Wir haben uns riesig gefreut, aus nächster Nähe das Nest zu beobachten. An Pfingsten war's dann soweit und wir sahen das erste kleine Baby Vögelein. Die anderen vier Eier waren leider spurlos verschwunden.

Heute war das Babyvögelein schon ziemlich gross und sperrte seinen Schnabel ganz weit auf, so dass Mips laut gekreischt hat und die Amselmutter aufgeregt ins Nest zurück geflogen kam. Mips ist total angetan vom Vögelein und fragte mich, wo denn das Stofftier vom Babyvögelein sei und wo denn der Papa ist. 

Nun möchte sie (nebst Fillypferden) immer Vogel füttern spielen. Sehr clever. Denn am Ende futtert sie nämlich die Rosinen selbst. Aber das ist auch in Ordnung so. Mich freut es auf jeden Fall, dass wir mitten in der Grossstadt einem kleinen Naturwunder folgen können.

Und natürlich, wie viele weitere Tiere auch, ist auch das Vögelein Mipsis neuer Freund. Mal schauen, wann das Kleine flügge wird, das Federkleid schimmert auf jeden Falls schon in blau-und grün Tönen. Kann also bald los gehen. Wir werden es vermissen...

 

 

 

 

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