The Hidden

The Hidden

Eine liebe Berliner Freundin stellte mir The Hidden vor. Wie hatte ich diesen tollen Ort bisher nur übersehen können? Es liegt ja praktisch gegenüber von Mausis Schule in der Heinrich Roller Strasse 8 und hat die Schaufensterscheibe so bemalt, dass ich nur schon bei diesem Anblick hätte darauf aufmerksam werden müssen!

Hinter The Hidden steht Daniel Grothues, ein durch und durch sympathischer Zeitgenosse, der sich mit seinem erweiterten Wohnzimmer, wie er es selber nennt, im August 2016 einen Ort geschaffen hat, in dem er weit weg vom 08/15 Modus seiner Kreativität und seiner Kochlust freien Lauf lassen kann.

Eher durch Zufall entstand 2011 im Rahmen des von ihm ins Leben gerufenen Supperclubs "Daniel's Eatery", zu der man sich per E-Mail anmeldetete und zum fünf Gänge Dinner an Daniel's privaten Tisch führte, eine sehr erfolgreiche Supperclubreihe. Dazu gibt es sogar einen Eintrag über ihn ihm Kochbuch Das Supperclub Kochbuch vom EMF Verlag.

Die Warteliste wurde immer länger, die Nachfrage nach privaten Kochevents, gesundem Essen und Underground Dinners stieg. Also war's für Daniel klar, einen neuen Raum für seine kulinarischen Ideen zu schaffen. Zwei Jahre war er auf der Suche nach der perfekten Location. Im Winskiez wurde er dann fündig. Und mit The Hidden ist ihm das vollumfänglich gelungen. Und es bleibt spannend. Im Keller wächst und spriesst bereits ein versteckter Indoorgarten für Kräuter und Micro Greens.

Zwei Mal die Woche gibt's Lunch (Montags und Freitags, ab 12:30 bis 14:30 Uhr und nach dem Motto, es hat, so lang's hat.

Das Konzept ist simpel, aber durchaus bestechend. Es gibt eine grosse Tafel mit 10 Plätzen, der Blick ist frei in die Küche. Man fühlt sich wie zuhause, sitzt aber mit fremden Leuten am Tisch oder solchen, die man irgendwie vom Sehen aus dem Kiez kennt. Daniel ist selbst vor Ort und nimmt sich immer Zeit für einen Schwatz oder eine kleine Nettigkeit.

Die Atmosphäre ist sehr familiär und persönlich und besticht durch ausgezeichneten Geschmack. Alles passt. Die Einrichtung, die Kunst an den Wänden, das Mobilar, die Musik. 

Man hat drei Gänge aka drei Optionen zur Auswahl - man kann sie sich selbst zusammen stellen und die einen auch als kleinere Portionen servieren lassen - alle sind auf der Basis des CLEAN EATING's zubereitet.

Daniel verwendet oft Gemüsesorten, die im versteckten wachsen. Also auf den ersten Blick hidden sind. Zudem arbeitet er immer mit frischen Zutaten vom Markt. Es gibt viel Gemüse, Nüsse, Eier, Quinoa, Vollkonreis und man fühlt sich danach satt und spürt, dass es dem Körper wohlbekommt (also mir ging's zumindest so).

Auch gesunde Nachspeisen und Kaffee werden serviert oder sogar hausgemachtes Kambucha.

Ansonsten dient die stilvoll gestaltete  Räumlichkeit Teamevents, Kochkursen, Workshops und Pop Up Events. Alles in allem als kulinarischen Projektraum. Alle Infos dazu findet man direkt auf der Seite von The Hidden. Daniel ist im übrigen auch immer offen für Neues.

Nicht nur die unterschiedlichen Menüs lassen einem gerne regelmässig vorbei kommen, nein auch die Einrichtung und die Kunstwerke ändern sich regelmässig. Dies Dank grossartigen Kooperationspartnern wie zum Beispiel Made.com, Kahla Porzellan, Less'n More und weiteren.

Jetzt fehlt mir nur noch eins. Ein Kochkurs bei Daniel. Aber das wird mir dann eine andere Geschichte.

The Hidden, Heinrich-Roller-Strasse 8, 10405 Berlin. Montags und Freitags ab 12:30 Uhr oder Events und Catering nach Anfrage.

© Fotos: Hoi Berlin und Suse Schmaus (ganzer Raum)

Die Einschulungsfeier. Ein Rückblick.

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Sommergast: Tina Lina

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