Meine Eingewöhnung als Hausfrau läuft

Meine Eingewöhnung als Hausfrau läuft

Woche 7, seit unserer Rückkehr nach Zürich. Der Herbst ist da. Die Blätter wirbeln durch die Lüfte, die Wespen sind sich langsam am zurückziehen und die heissen Tage sind gezählt.

Mips ist nun eingewöhnt. Ich musste ein Protokoll unterschreiben, dass die Eingewöhnung abgeschlossen und ich zufrieden bin. Mips und ich haben das alleine gemacht. Der Mann ist sich im neuen Job am einarbeiten und kennt die Kita erst von aussen. Ist nicht so tragisch. Die Zeiten ändern sich dann wieder.

Nach den ersten 60 Minuten mit kleinen Eklats, verliefen dann die Folgetage problemlos und Mips warf keine Käfer mehr an irgendwelche Köpfe, noch schupste sie Kleinkinder um. Eigentlich ging das Ganze im Eilzugstempo und ich bin stolz auf sie das sie das so locker flockig wegsteckt und sich so problemlos auf eine neue Situation einlässt.

Nun geht sie an drei Tagen die Woche in die Kita (nicht mehr jeden Tag wie in Berlin) und freut sich auf’s Basteln und Spazieren gehen.

Innerhalb der letzten zwei Monate hat sie von 90 Prozent Hochdeutsch als Hauptsprache auf 95 Prozent Schweizerdeutsch umgestellt. Bam!

Das hätte ich ja nie im Traum gedacht und bin schon jetzt total gespannt wie es sein wird wenn wir das nächste Mal in Berlin sind.

Maus geht’s auch gut und auch sie meistert das alles relativ souverän. Sie ist einfach sehr müde, aber ich glaube, wir alle. (Ihr Turnsack gilt leider weiterhin als verschollen....) Es war einfach viel in den letzten Monaten und insgeheim freuen wir uns alle wahnsinnig auf unsere Woche Herbstferien auf Mallorca. Ja, wir haben uns nun entschieden! Die Auswahl an tollen Möglichkeiten hat es uns nicht einfach gemacht, aber nun haben wir gebucht.

Und sonst so? Ich darf’s ja nicht laut sagen, aber ich gehe noch immer in den Garten für meine Onlinesitzungen. (Eigentlich müsste es ja umgekehrt sein, von wegen Natur = offline und so).

Man kann sich ja bekanntlich dem Wetter entsprechend kleiden. Mhmm. Ich war sogar schon mit dem Regenschirm draussen, aber nur kurz, bis ich aufgegeben habe, aufgrund eines fehlenden Armes (drei wäre so oder so praktisch).

Die Post kommt punkt 9:00 Uhr. Unglaublich, diese Präzision. Und ich geniesse es, in so alte Schweizer Gewohnheiten zurück zu fallen und beim Essen meiner Honigbrote die Post zu öffnen. (In Berlin kam sie – wenn überhaupt – irgendwann zwischen 14:00 und 16:00 Uhr). Letzte Woche haben wir Postkarten und Briefe nach Berlin verschickt.

Schreiben hilft gegen die Sehnsucht.

Maus hatte ihrer Freundin zwei Zeichnungen gemalt. Die Mutter hatte mir dann geschrieben, sie hätte eine Stunde geweint, als sie ihren Brief geöffnet hätte. Vor Freude und vor Trauer. Oh jeminehh. Ein Brief von Zürich nach Berlin braucht im Schnitt 48 Stunden und kostet 1.50. Umgekehrt kann’s bis zwei Wochen dauern, kostet aber nur 90 Cent.

Mit meiner Eingewöhnung als Hausfrau geht’s vorwärts, aber ich kann noch nicht unterschreiben, dass sie erfolgreich abgeschlossen ist.

Zwei Mal die Woche muss ich spätestens um 12:00 Uhr zuhause sein, und ein Mittagessen auf den Tisch zaubern, weil dann mein Kind um Viertel nach hungrig auf dem Parkett steht. Das kleinere hatte dann bereits den ganzen Vormittag (heimlich) mit den Einhörnern der grossen Schwester gespielt und ich währenddessen die Wohnung geputzt, die Wäsche gewaschen und eingekauft. (Pffff, Wunschdenken).

Aber soweit so gut. Zürich ist eine schöne Stadt und hat vieles zu bieten, das ich bald (wieder) entdecken werde, aber erstmal kommen die Essentials an die Reihe. (Die Internetleitung und so...). Ach ja, die Kinder sind total glücklich, können sie so viel im Grünen spielen und die Schwäne füttern. Wir sind eben doch im Schlaraffenland...

Heute erschien übrigens ein Interview mit mir im Mi MA Online Magazin über ein paar Unterschiede zwischen Zürich und Berlin. Schaut mal vorbei.

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