1000 Fragen an dich selbst. #1

Ich habe einen Fragebogen Spleen. Das gebe ich zu. Mir macht es überhaupt nichts aus, auf dem Amt, beim Arzt oder bei Umfragen, Kreuze zu setzen und in möglichst schöner Schrift und gezielt auf der Linie über mich Auskunft zu geben. Im Gegenteil. Eigentlich macht mir das sogar Spass.

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Einer meiner Wünsche für's neue Jahr war es, mehr offline Zeit zu haben. Wieder mehr "in echt" zu schreiben, mir nicht durch Entfolgungen auf Instagram,  Daumen die nach unten zeigen oder Google Analytics den Tag vermiesen zu lassen.

Ich möchte mich auf das Positive fokussieren.

Auf mein Glück, gesund zu sein, eine tolle Familie zu haben, mit einem Mann verheiratet zu sein, in den ich mich immer wieder neu verlieben kann und mein Luxusproblem, in Zürich statt in Berlin zu wohnen. Ich habe angefangen ein Fünf-Minuten-Tagebuch zu führen, in dem ich jeden Tag Dinge notiere, die positiv sind. Den Tipp habe ich übrigens von den tadah Frauen bekommen. Merci!

Für die Welt magst du nur ein Mensch sein, aber für einen Menschen kannst du die ganze Welt sein. brandi Snyder (Zitat aus dem 5-minuten-Tagebuch)

Ich habe in den ersten Januartagen viel gelesen, mir überlegt, wo es mit Hoi Berlin hin gehen wird, jetzt wo ich wieder eine Working Mum bin, Klein Mips aber nach wie vor zwei Tage die Woche zuhause habe. Die Mütter in der Schweiz sind anders aufgestellt. Organisation ist gefragt. Prioritäten müssen gesetzt werden. Die Zeit will genutzt werden. 

Wo bleiben da eigentlich die eigenen Bedürfnisse? 

Und wer bin ich eigentlich? Jetzt, so mit 38 Jahren, zweier Töchter im Alter von fast 8 und 3 Jahren, knapp 10 Jahren mit dem gleichen Mann zusammen, im ständigen Kampf mit mir selbst und meinen hohen Ansprüchen. Und doch bin ich schon etwas ruhiger und bedachter geworden.

Da kam dieser Beitrag von Johanna wie gerufen. Ich habe mich in ihrem Text wieder gefunden, sah mich in vielen Punkten gespiegelt und dachte, wow, 1000 Fragen an mich selbst. Das passt doch genau. Uns so hab ich beschlossen, mich ebenfalls diesen 1000 Fragen zu stellen.

Ja, es ist persönlich. Aber das soll es auch sein. 

Sie kommen in Häppchen. 20 die Woche. Und ich schaue, wann, wie und ob ich Antworten darauf finden werde und ob ich die dann auch öffentlich teilen mag.

Danke für die Anregung, liebe Johanna!

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1000 Fragen an dich selbst – #1

1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan? Letztes Wochenende! Wir haben zusammen Karamell Bonbons gemacht. So lecker!

2. Mit wem verstehst du dich am besten? Ganz klar mit meinem Mann.

3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit? Für Hirngespinste, sinnloses Surfen im Internet, verrückte Einrichtungsideen (die kommen immer bei Einschlafen) und Ideen, wie ich mich wann sportlich betätigen sollte um es dann ganz bleiben zu lassen.

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen? Über die Blondinen und Obst-Witze meiner Töchter, weil ihr Lachen so ansteckend ist. Lieblingswitz von Maus:  Warum nimmt eine Blondine ein Messer mit auf's Boot? Damit sie in See stechen kann. Von Mips: Was ist lila und sitzt in der Kirche? Eine Frommbeere!

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? Ja. Ich versuche es möglichst lange zu unterdrücken. Aber wenn es dann aus mir heraus bricht, dann weine ich laut und schniefend und ohne Halt. Das ist mir peinlich. 

6. Woraus besteht dein Frühstück? Im besten Fall aus einem frischen Ingwer Tee und einem Kaffee. Zur Zeit schwarz, aber am liebsten mag ich Cappuccino. Dann warme Haferflocken (als Brei gekocht) und Obst. Am Sonntag gibt's Zopf und ein 3 Minuten Ei.

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? Maus.

8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter? Äusserlich sehr. Und in meiner direkten, bestimmten Art. Die Zähne hab ich auch von ihr. Und die Figur. 

9. Was machst du morgens als erstes? Wasser für Tee aufsetzen, duschen und Haare waschen. Ich bin nur ein halber Mensch, wenn ich morgens nicht duschen kann.

10. Kannst du gut vorlesen? Ja, das kann ich so richtig gut. Und ich mach's auch super gerne. Das ist eines der heiligsten Dinge unseres Abends. Dann wird gekuschelt und die Mädels werden ganz still und hören gebannt zu. In Moment lesen wir Die Schule der magischen Tiere. 

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt? Ich habe ans Christkind geglaubt. Und zwar sehr lange! Und ich war jahrelang sauer mit meinen Eltern, dass sie es gewagt haben, mich in dieser Sache zu belügen. Ich weiss noch, wie enttäuscht ich war, als rauskam, dass es gar kein Christkind gab.

12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen? Eine schöne Designer Handtasche, damit ich mal ein bisschen erwachsener aussehe und weil ich denke, es wäre mal an der Zeit.

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne? Ich wäre gerne etwas ruhiger und gelassener. 

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen? Fernsehen gibt's fast gar nicht mehr für mich. Ich schaue eigentlich nur noch Netflix. Aber wenn fernsehen, dann Family Guy oder etwas mit Joko und Klaas.

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? Vor 4 Jahren in Orlando. Da waren wir auf einer Kalifornien-Reise mit Maus und sind dann ins Sea World gegangen. Vor der Orka Show sind alle aufgestanden und haben die Nationalhymne gesungen. Das war sehr befremdlich. Heute weiss ich nicht, ob ich da nochmals hin gehen würde.

16. Wie alt möchtest du gerne werden? Da hab ich keine konkrete Zahl im Kopf. Ich fühle mich ja auch nicht wie 38, sondern irgendwie um die 30. Auf jeden Fall wünsche ich mir, möglichst lange Zeit mit meinem Mann zu haben und im besten Fall die Familien unserer Töchter miterleben zu dürfen...

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? An unseren USA Roadtrip 2009, auf dem mir mein Mann einen Heiratsantrag gemacht hat. An diese Reise habe ich noch so viele detaillierte Erinnerungen. Das war noch bevor wir Kinder hatten. 

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an? Grauenvoll. Der Bauch schmerzt, der ganze Körper schmerzt. Man möchte sich auflösen, die Zeit zurück spulen, alles anders machen, hört 1000 Mal die gleichen Lieder an. Oh weh. Ich hoffe, ich habe das Kapitel Liebeskummer hinter mir.

19. Hättest du lieber einen anderen Namen? Ja, ich mag Claudia nicht, weil er so furchtbar normal ist. Aber ich habe auch keine Idee für nen anderen Namen. Also bleibt's wohl dabei.

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? Immer wieder. Bei fast allem, was ich neu anfange. Selbstzweifel sind ständige Begleiter in meinem Leben. 

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Möchtest du auch mitmachen? Hier findest du nochmals den Link zu Johannas Beitrag und kannst auch noch weitere spannende Einlicke und Antworten von anderen Frauen und Müttern an sich selbst lesen.

Fotocredit Fragebuch: Pinkepank