Der Photoautomat

Für mich gehören die Photoautomaten zu Berlin wie das Frühstück um 16 Uhr, das Shoppen in der Weinmeisterstrasse, das Eis essen nach der Kita oder das Drachen steigen lassen auf dem Tempelhoferfeld. Sie sind für mich das unverzichtbarste Souvenir jedes Berlin Besuchs und kosten ein Lächeln und eine Handvoll Münzen. 

Mittlerweile haben sich bei mir auch schon eine ganze Menge  Streifen angesammelt und es ist immer wieder lustig zu sehen, wie sich Gesicht, Brille oder Frisur verändert haben. Natürlich ist es auch perfekt für Familienbilder. Wie kommt man sonst so schnell und günstig an Fotos, wo alle vier drauf zu sehen sind. (Kleiner Tipp: Immer mit Kugelschreiber das Datum hinten drauf schreiben und nicht der Sonne aussetzen).

Das Projekt Photoautomat wurde 2004 in Berlin gegründet. Wir haben uns seither auf den Betrieb analoger Maschinen spezialisiert und damit ein weltweites Revival der s/w Automatenphotographie inspiriert. Wie schon vor 60 Jahren wird in dieser Maschine jedes Bild analog entwickelt und ist somit ein Unikat, das mindestens 100 Jahre lichtecht bleibt.
© Photoautomat

Es gibt Automaten, da stehen die Leute am Wochenende Schlange (Zum Beispiel in Friedrichshain und in der Warschauerstrasse) und übertreffen sich selber, mit kreativen Ideen und Selbstinszenierungen. Vor und in den Automaten findet man alles mögliche auf dem Boden. Am häufigsten Konfetti, Glitter-Herzen und Bierdeckel. Wiederverwenden würd  ich's nicht, aber das ist jedem selbst überlassen.

Auf der Photoautomat Seite findet ihr die Standorte und sogar Infos, falls ihr euch mal ein eigenes Ego-Shooting (mit eigenem Automat) leisten möchtet. 

© Photoautomat.de

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