Der Glückskäfer mit Familientradition

Bei uns in der Familie war die Fasnacht, wie sie in der Schweiz heisst, immer ein grosses Thema. Natürlich auch, weils dann die berühmt berüchtigten Fasnachts-Chüechli von der Migros gab, die bei uns im Dorf  gebacken wurden und deren Duft einem schon Wochen im Voraus "gluschtig" machte.

Aber zur Fasnacht gehören natürlich auch die Berliner, die Schänkeli und die Wienerli. Der Schübligziischtig war dann der Stichtag. Da zogen die Umzugswagen durchs Dorf und nahmen den Schneider und den Meier auf die Schippe. Es flogen Konfetti und es war ein Heidenlärm. Und ich mittendrin.

Ich kann mich praktisch an jedes einzelne "Gwändli" (Kostüm) zurück erinnern. Einmal waren wir eine ganze Gruppe mit "Chind und Chegel" und verkleideten uns als Pinguine. Die Pingu-Gang. Wir hatten uns sogar orangefarbene Füsse auf die Stiefel geklebt, das weiss ich noch genau. 

Einmal war ich eine Maus mit einer echten Mäusenase, die mir jedoch mein Nachbar bereits auf dem Weg zum Umzug aus dem Gesicht riss und die ich dann nicht mehr anziehen konnte.

Einmal war ich Elliot das Schmunzelmonster, einmal Rüdiger, der kleine Vampir, einmal eine Hexe, einmal ein Schlumpf, einmal ein Clown (mit einer Es Perrücke) und mein aller aller erstes Fasnachts-Gwändli war der Glückskäfer.

Und an dieser Stelle mal ein grosses Danke an mein Mami. Du hast alle Kostüme selber genäht und bis heute in deinem Fundus aufbewahrt! Super! 

Und deshalb konnte heute Mips als Glückskäfer an ihren ersten Kita-Fasching gehen. Mit meinem alten Gwändli. (Leider gibt es von mir kein Foto mehr).

Und das hier ist Maus 2012 im gleichen Gwändli:

Übrigens möchte Maus dieses Jahr als Drache Ohnezahn zum Schul-Fasching gehen. Aber bis dahin bleiben zum Glück noch zwei Wochen in denen ich mir den Kopf zerbrechen kann, wie ich das am besten bewerkstellige.