Wegen Umzug geschlossen - Offline

Wegen Umzug geschlossen. Ha, ha, so etwas gibt es wohl nicht wirklich im Leben einer Bloggerin. Da herrscht dann halt einfach Beitragsflaute (weil ich halt eben auch keine Zeit hatte, Beiträge auf Knopfdruck vorzubereiten). Und nun sitz ich mal wieder da im Offline Zustand (zu diesem Thema gibt's ein paar amüsante Geschichten als wir ganz neu in Berlin waren...) Zum Glück sind eh grad Sommerferien und viele (hoffentlich) andersweitig (sprich mit Strand oder Badi) beschäftigt, als sich im www aufzuhalten.

Also an dieser Stelle, ein grosses Sorry für all die vorenthaltenen (wirklich interessanten, tollen) Tipps und Geschichten - Danke fürs Verständnis!

Ich musste die letzten Wochen ganz einfach Prioritäten setzen. Was genau genommen heisst, mich von Berlin (zumindest teilweise) zu lösen, liebgewonnene Menschen zu verabschieden (Rekord: 3 Packungen Tempos in zwei Stunden), noch möglichst viele Dinge auszuprobieren, unter anderem Manicure und Pedicure in der Treatcollection Beauty Loft (absolut empfehlenswert und perfekt um mit ner Freundin Zeit zu verbringen – I miss you Franzy...), mit Kater im Bett liegen bleiben (nach einem grossartigen sehr ausgiebigen Abendessen im Alten Europa in Berlin-Mitte, mit fünf Flaschen Rotwein, Haselnuss Schnaps und Berliner Buletten), mich von Gegenständen und Dingen trennen (adieu Babybadewanne, Wickelkommode und in die Ehe mitgebrachte Tuperwaren), unzählige und total unkoordinierte Gänge in den Copyshop, um unsere Abmeldebestätigungen und Zolldokumente zu kopieren (zum Glück haben die auch sonntags geöffnet), Abschiedsgeschenke bestellen (die bis heute nicht angekommen sind), noch schnell einen Teppich bei Berberlin kaufen (weil ich das ja schiesslich auf meinem Geburtstags Wunschzettel hatte), unsere Moomins Tassen aufstocken (weil in der Schweiz ja sowieso alles viel teurer sein wird), so viel Eis essen wie nur möglich (weil Bio, weil hausgemacht, weil einfach super lecker!), bei brütender Hitze nach Kreuzberg fahren und beim Lagerverkauf (immer am letzten Freitag im Monat) von Mykita gleich grossprotzig drei neue Brillengestelle zu superduper Preisen shoppen, hab ich Eis essen schon aufgezählt (ja), nachts durch die Strassen von Berlin ziehen, ausgesitzte Stühle (#ausgesitzserie) fotografieren (wer weiss, wie viele es davon in Zürich geben wird), die Stadt einatmen, in Hundescheisse treten (das war nicht mit Absicht), neue Drinks testen, neue alte Freunde treffen, Pläne schmieden, meine Diät über Bord werfen (story of my life), stolz sein, weil ich als #mumcrushmonday von Hauptstadtmutti ausgewählt worden bin, nach Neukölln zu fahren, dem Zauberkönig einen Besuch abzustatten und lustige Dinge wie Juckpulver, Wasser spritzende Ringe und Lampions kaufen (unverzichtbar, ist ja klar), an der Hermannstrasse den Hipsters hinter her gaffen und sich beim Junkie fragen, woher er den Pulli mit den Minions her hat (wieso fahren eigentlich immer alle Junkies Fahrrad?) und mir zweieinhalb Tage vor Abreise noch ziemlich spontan ein Waltattoo von Tobias Vetter Tattoo stechen zu lassen.

Dummerweise zu vergessen, die wichtigsten Zollpapiere zu unterschreiben - unsere Umzugsmänner waren zum Glück erfahren genug, sich aus dieser Nummer rauszureden (die Deutschen können das schampar gut), am Ende doch noch einen Stress beim Wohnung putzen zu haben, den Mann noch einmal zum The Hidden mitnehmen und unglaublich lecker, gesund und stilvoll speisen und die Zweisamkeit und die Campvibes in der bereits leer geräumten, kinderlosen (dafür war die Katze da) unglaublich tollen 130 Quadratmeter Altbauwohnung im Prenzlauerberg, das Hallen der Stimmen zu hören und die von der Katze zerkratzte Yogamatte mit samt den Vorsätzen in die Mülltonne zu schmeissen, von der ich bis heute nicht weiss, ob es nun die gelbe oder doch eher die graue gewesen wäre...

Uff. Soviel zu den letzten zwei Wochen im Leben von Claudia Jucker aka Hoi Berlin.

Nun sind wir seit einer Woche in Zürich, in unserem alten Haus, das irgendwie neu scheint, umgeben von 150 Kisten teilweise bereits wieder in ihrer ursprünglichen Form - im Keller gestapelt und zum Abholen bereit (man melde sich bei Bedarf) – teilweise unangetastet und flehend, endlich entleert zu werden.

Der Kulturschock ist gross. Grösser als der, als Schweizer nach Berlin umzuziehen.

Doch dazu, ein anderes Mal. Jetzt tut mir mein Wertester weh, der für den Kinderstuhl doch etwas zu wohlgeformt ist... Gute Nacht und hey, mit Hoi Berlin geht’s weiter. Soviel ist klar!