25 Stunden Urlaub in der eigenen Stadt

Genau 5 Bushaltestellen dauerte unsere Reise von Tür zu Tür. Wir hatten einen Koffer, eine Stofftasche, drei Rucksäcke und zwei Kuscheltiere mit dabei. Hätte jemand unsere Destination anhand unseres Gepäcks einschätzen müssen, wäre dabei bestimmt eine Woche Familienurlaub raus gekommen. Es ging aber nur um eine Nacht. Was für eine, das erfährt ihr jetzt.

Unser Ziel: das neu errichtete 25hours Hotel an der Langstrasse in Zürich.

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Wow, wie waren wir aufgeregt, als wir die letzten Meter zu Fuss auf den Hoteleingang zu marschierten. Die Mädchen lagen mir schon wochenlang in den Ohren, wie sehr sie sich darauf freuen würden. Genau wie ich und mein Mann, lieben sie das Reisen und das unterwegs sein. Die brennendste aller Fragen aber war. Wie wird unser Hotelzimmer aussehen und was birgt es für Überraschungen?

Unter erleuchteten Globen durchgetaucht und kurz für ein Erinnerungsfoto beim grossen Gepäckwagen Halt gemacht, erwartete uns keine 08/15 Empfang, nein, Maus entzifferte. LEIHAUS. Hä? Mami, was ist das? Normalerweise steht da doch Rezeption. Wir fragten nach und erfuhren, dass dieses Hotel, als vermutlich einziges Hotel der Welt auch Kunst und Krempel (Kleinmöbel, Kunst, Technik oder Absurditäten) als Bezahlung entgegen nimmt. Wie cool ist das denn bitte?

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Stay for goods. No money, no problem.

Jedes 25hours Hotel greift lokale Themen auf und integriert sie im hoteleigenen Universum. Leihäuser gehörten früher als fester Bestandteil zum Bild der Langstrasse mit dazu und deshalb kann man sich hier für ein Wochenend-Aufenthalt mit einem Bild seines guten Stückes (nicht falsch verstehen) und ein paar Worten dazu per E-Mail bewerben. Das Kuratoren-Team des Hotel meldet sich innert 25 Stunden zurück.   

Maus merkte sich das natürlich sofort und fing bereits an zu überlegen, mit was sie sich für die nächste Übernachtung hier bewerben könnte. Sie konnte nicht lange sinnieren, denn wir befanden uns bereits auf der Fahrt im Fahrstuhl, der unsere Gedanken in eine andere Richtung lenkte. Die Mädels  fanden es grossartig, dass wir den Lift mit Hilfe der Chipkarte, sprich Zimmerschlüssel zum Fahren brachten.

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Checked-in. Da waren wir. Der 25 Stunden Countdown hatte begonnen. Auf unser Abenteuer im 25hours!

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Wir hatten zwei M-Zimmer mit einer Durchgangstüre. Ein Zimmer für mich und den Mann, eins für die Mädchen. Sofort fingen sie an mit den bereit gelegten Ball Handspielen die Bälle durchs Zimmer zu katapultieren, hüpften auf den Betten herum und freuten sich, über das unglaublich coole Hotelzimmer. Wir Erwachsenen setzten uns erst Mal auf die lange Fensterbank und spähten vom 5. Stock auf die noch relativ ruhige Langstrasse herunter. Die Ruhe war aber nicht von Dauer. 

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Mips und Maus hatten die Schlaflöwen entdeckt!

Ebenfalls eine Besonderheit des 25hours in Zürich. Und wer Zürcher Wurzeln hat, weiss, dass es eine klare Andeutung auf das Zürich Wappen ist und somit eine geniale Kombo vom Zürcher Symbol und dem Hotel. Die Kinder schlossen die Schlaflöwen sofort in ihre Herzen und knuddelten um die Wette. Natürlich wollten sie die Tierchen mit nach Hause nehmen. Wie ich später erfuhr, ziehen die Schlaflöwen so manchen kleineren, wie auch grösseren Gast in ihren Bann und finden so ihren Weg in die weite Welt hinaus. Sie sind übrigens im hoteleigenen Kiosk (gleich beim Eingang links), der von Kein & Aber-Verlag aus Zürich kuratiert wird, erhältlich. 

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Unsere M-Zimmer, die kleinsten von drei Kategorien (M, L, XL plus Plaza-Suite und Trainspotting-Suite) boten reichlich Platz. Alle Materialien waren präzise verarbeitet und die Qualität und Massarbeit nach Schweizer Art auf den ersten Blick zu erkennen. Auch die sorgfältig ausgesuchten Bücher und Magazine fielen sofort auf. Nichts war dem Zufall überlassen. Das Konzept des 25hours Hotel ging auf.

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Wir fühlten uns im wahrsten Sinne des Wortes: Almost home. 

Die Mädels wollten das Hotelzimmer gar nicht verlassen, weil es so viel zu entdecken gab. Sie hörten Musik über die Bluetooth Boom Box, tanzten unter der Dusche, ohne diese laufen zu lassen, kamen beim Zeichnen mit den bereit gelegten Buntstiften zur Ruhe und erfrischten sich später doch noch im erfrischenden Nass mit der Naturkosmetik Linie STOP THE WATER WHILE USING ME. 

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Auch wir Erwachsenen genossen es, so nahe vom eigenen Zuhause, ohne Verpflichtungen und mit einem anderen Blickwinkel auf die urbane Welt der Langstrasse herunter zu blicken und unseren eigenen Musikstream zu hören. Mein Mann blätterte sich gemächlich durch die Magazine, die genau seinem Geschmack entsprachen (mare, Transhelvetica, Reportagen u.w.). Ich genoss es, mich wie eine Katze auf der Fensterbank breit zu machen und einen Beitrag fertig zu schreiben. 

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Wir wurden sogar mit einem fantastischen Sonnenuntergang belohnt, der uns in goldenes Licht hüllte.

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Dann war auch schon Zeit für das Abendessen. Eigentlich wären wir am liebsten auf unseren Zimmern geblieben, aber wir freuten uns auf unseren Besuch im orientalisch chicen, aber dennoch unkomplizierten NENI, welches wir bereits von unserem Aufenthalt im 25hours in Berlin kannten. Da wir noch relativ früh dran waren, konnten wir in Ruhe die Stimmung und das Kommen und Gehen geniessen.

Die Mädchen malten, assen ihre Süsskartoffel Pommes und naschten uns fast den ganzen Hummus weg. Wie es so ist beim im Restaurant essen mit Kindern, brachen wir dann nach dem Dessert relativ zackig auf und machten noch einen Rundgang im Hotel.

Wir bestaunten nochmals die Gegenstände des Leihhauses und fragten uns, für wie lange die jeweiligen Gegenstände die Leute hier gehalten hatten. Dann bestaunten wir ein kleines Kunstwerk, welches im Stil von Running Suhsi in der Vertikalen an uns vorbei zog. Auf jedem Tablett war eine andere Landschaft drapiert. Sehr originell. Ich fragte mich, ob es ein Kunstwerk war, welches von einem Artist in Residence gemacht worden ist. 

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Wir stiegen die Treppe hoch und machten bei den Spielautomaten halt. Maus durfte eine Runde flippern und ich fühlte mich etwa 20 Jahre zurück katapultiert. 

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Game Over. Zeit zum Schlafen.

Bald darauf fanden wir uns in unseren weichen weissen Queensize-Betten wieder. Die Menschenmenge auf der Langstrasse hatte merklich zugenommen, aber das interessierte uns nicht. Es war muxmäuschenstill. Die Kinder waren im Nu eingeschlafen und bekamen vom ganzen Trubel in der Aussenwelt nichts mit. Und wir auch.

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Gerne wären wir noch etwas in den weichen, kuscheligen, warmen Betten geblieben. Aber wir wollten uns genügend Zeit für das leckere Frühstücksbuffet im NENI nehmen. Schliesslich knurrten nach so viel Abenteuer unsere Mägen, vor allem die der kleinen Löwinnen.

Es fehlte auch hier an nichts und wir durften uns nach Lust und Laune Kaffee und Eierspeisen dazu bestellen. Hier kann man übrigens auch als Nicht-Hotelgast frühstücken. Eine Reservation würd ich empfehlen. 

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Unser 25stündiger Kurzurlaub in der eigenen Stadt war viel zu schnell vorbei.

Dann war's soweit und wir mussten unsere sieben Sachen packen. Schade. Das Eintauchen in das Taschen-Universum des 25hours Hotels war wirklich ein ganz besonderes Erlebnis und ich wünschte, ich könnte Zürich öfters auf diese Weise neu entdecken. Die Schlaflöwen haben wir dann am Ende da gelassen. Vielleicht besuchen wir sie ja eines Tages wieder, wer weiss.

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Zimmerpreise und Verfügbarkeit auf Anfrage. Ich kann die Variante mit einem Durchgangszimmer für Familien wärmstens empfehlen. 

Das Hotel liegt nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt. Wer möchte, entdeckt Zürich vom Fahrrad aus (das Hotel hält die coolsten Flitzer bereit), mietet sich einen MINI (in Koooperation mit dem Hotel) oder geht ganz einfach zu Fuss. Die Sportskanonen kommen sogar (auf Anfrage) in den Genuss, On Schuhe zu testen. 

Häng deine Wertsachen in den Freitagbaum!

Übrigens können sich Stammgäste ihre eigene FREITAG Tasche am Freitagbaum sichern und kriegen sogar ein goldenes Namenschildchen. Es funktioniert gleich wie bei herkömmlichen Schliessfächern, sieht aber einfach viel stilvoller aus. Auch die anderen Gäste haben die Möglichkeit, sich ihre Wertgegenstände in den Baum zu hängen. Einfach den Schlüssel an der Rezeption holen und die Tasche wieder zurück an die Decke schicken.

25hours Hotel Zürich Langstrasse, Langstrasse 150, 8004 Zürich

Mehr Zürich-Tipps mit Kind findet ihr in meinem Gast-Artikel beim Himbeer Magazin Berlin.

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Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem 25hours Hotel Langstrasse Zürich, Stadtlandkind und Family Affairs. Herzlichen Dank an das 25hours Hotel Langstrasse für die Übernachtung und das Frühstück, an Stadtlandkind für die Outfits von Maus und Mips und Nina von Family Affairs für die wunderbaren Designer Stücke.

 Die Schlangen Kette ist übrigens ein ganz besonderes Schmuckstück der aktuellen Frühlings-Kollektion von Family Affairs.

Die Schlangen Kette ist übrigens ein ganz besonderes Schmuckstück der aktuellen Frühlings-Kollektion von Family Affairs.

25hours Hotel Zürich | Stadtlandkind | Family Affairs Apparell

Ich wurde für das Schreiben dieses Berichtes nicht bezahlt. Der Beitrag wiederspiegelt meine persönliche Meinung und Sichtweise.