Wandererlebnis für die ganze Familie: Val da Camp

Blaues Juwel im grünen Bergwald. Als ich das in der Broschüre "Wandererlebnisse für Familien" gelesen hatte, waren wir uns ganz schnell einig.  Val da Camp in der Bernina Region, in der Talschaft Puschlav im südlichsten Teil des Kantons Graubünden (also fast in Italien) wird unser Ziel für die bevorstehende Familienwanderung in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Post

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Da wir von Natur aus immer das aussuchen, was uns am schönsten und abenteuerlichsten vorkommt, war es eigentlich kein Wunder, fiel unsere Wahl ausgerechnet auf die Wanderung, die am weitesten von Zürich entfernt lag. Infos zur Anreise, Übernachtung und weitere Tipps findet ihr am Ende des Beitrages. 

Jetzt geht's erst mal auf Wanderschaft.

Die Wanderung mit Start in Alp Camp

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Wir sind von Poschiavo aus mit dem Postauto bis nach Sfazù gefahren. Diese Fahrt war in der Gästekarte des Hotels inbegriffen. Dort sind wir dann auf den PubliCar umgestiegen (kostenpflichtig). Der fährt dann den kurvigen, steinigen Weg hoch. Fahrdauer: ca. 20 Minuten. Natürlich könnt ihr den auch zu Fuss gehen. 

Hinweis: Gerade mit kleineren Kindern würden wir es unbedingt empfehlen, mit dem PubliCar  (Reservation eine Stunde im voraus, Telefon: 0800 125 125 Die Fahrt kostet extra. 16 Franken für Erwachsene, Kinder ab 7 Jahren 8 Franken. Das Halbtax ist nicht gültig) bis nach Alp Camp hoch zu fahren. Der Anstieg ist steil und streng und es wäre schade, wenn die ganze Energie schon verpufft ist, ehe ihr mit der Wanderung begonnen habt.

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Unterwegs

Maus und Mips waren sofort in ihrem Element, pflückten Blumen, sammelten Steine, Äste und Insekten und schlenderten den gemütlichen Weg in Richtung Lagh da Val Viola.

Wir kamen uns vor wie bei den Hobbits im Auenland. So wunderschön! Die Bergblumen blühten, die Vögel zwischerten, es roch nach sonnengewärmtem Holz und Ameisen in allen Farben und Grössen durchquerten unseren Weg. 

Die Kinder brauchten eigentlich fast keine Motivation. Sie fanden überall etwas zum Klettern, Bestaunen oder Sammeln.

Die Wanderung zum Lagh da Val Viola ist gut zu meistern. Wir waren aber sehr froh, hatten wir die Trage dabei, so dass wir Mips zwischendurch hinein setzen konnten, damit wir doch etwas schneller vorwärts kamen.

Ich würde für die Wanderung Camp - Lagh da Val Viola - Lagh da Saoseo locker 3 Stunden einrechnen, damit wirklich genug Zeit für Pausen, Picknick und Füsse in den See tauchen bleibt. Der Lagh da Val Viola hat uns besonders gut gefallen!

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Das wichtigste: plant genügend zeit ein! 

Zum Picknicken, Tannenzapfen schleudern, eine Geschichte erzählen, Steine ins Wasser plumpsen lassen oder einfach sein.

LAGH DA VAL VIOLA

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Und habt einen oder mehrere Joker im Ärmel!

Bänklischatz

Wir haben zuhause etwas vorbereitet, auf das sich Maus und Mips besonders gefreut haben und das auch eine super Motivation für die ganze Wanderung war. Der Bänklischatz! Wir haben zuhause ein paar Lieblingsstücke gesammelt, ein kleines Notizheft und Stift bereit gelegt und alles regensicher in einen Tupperware gepackt. 

Wenn ihr mit eurer Familie bis zum Lagh da Val Viola wandert, haltet Ausschau nach dem grossen Stein mit dem Kreuz. Da werdet ihr ihn finden und könnt etwas ins Büchlein schreiben. Zum Beispiel, wie ihr heisst, wer ihr seid und was euch am Wandern Freude bereitet. Oder auch einfach etwas nettes. 

Tauscht einen Gegenstand von euch mit etwas aus dem Schatz. 

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Am Ende des Rundweges haben wir am Lagh da Saoseo, Füsse gebadet und ein letztes Mal was Kleines gegessen, bevor wir uns dann auf den Weg zum Refugio Saoseo gemacht haben, wo wir den letzten PubliCar um 17:30 Uhr genommen haben, um damit wieder nach Sfazù zu fahren. (Den muss man ebenfalls vorreservieren).

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Weitere Informationen

Anreise

Mit dem Auto fährt man von Zürich aus rund 4 Stunden. Unser Ziel für das ganze Wochenende: Das Dorf Poschiavo. Wir haben bei der Hinreise den Weg über den Julierpass und über den Berninapass genommen. Bei der Rückreise entschieden wir uns den Autoverlad Vereina, um uns und vor allem Mips ein paar Kurven und Reiseübelkeit zu ersparen. Der Autoverlad verkehrt zwischen Sagliains und Klosters. Kostenpunkt: 34 Franken. Selbstverständlich könnt ihr auch mit dem Zug anreisen. Aber auch das dauert zum Beispiel von Zürich aus, ebenfalls rund 4 Stunden.

Tipps für die Fahrt

  • Immer genügend Plastiksäcke dabei haben, falls es jemandem schlecht wird.
  • Ersatzkleidung, Küchenpapier, Feuchttücher und Desinfektionsmittel in Griffnähe haben (gilt allgemein)
  • Vor der Fahrt keine üppigen Speisen essen. (Wir haben in dieser Hinsicht alles falsch gemacht...).
  • Unsere Kinder hören Geschichten mit Kopfhörern oder dürfen sich auch mal einen Film auf dem i-Pad anschauen

3 Offline Spiele für die lange Autofahrt

  • Tiere raten (Jemand denkt sich ein Tier aus und die anderen müssen mit Fragen erraten, was für eins)
  • Jeder kriegt eine Farbe (z.Bsp. rot) und zählt dann die Autos in genau dieser Farbe. Wer zuerst 10 Punkte hat, gewinnt.
  • Sätze bilden aus Autonummern. BER (Berta und Emil fahren mit dem Ruderboot) Geht leider nicht mit Schweizer Kennzeichen.

Vorbereitung und Packliste

Letzte Woche ging es ja darum, wie wir uns für das Wandern mit Kindern vorbereitet hatten und an was ihr alles denken solltet, wenn ihr euch mit Kindern auf Wanderschaft begebt. Ich wäre froh gewesen, hätte ich unsere Tipps schon vorher gehabt. Aber nun habt ihr wenigstens etwas davon.

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Unterkunft

Wir hatten uns dazu entschieden, zwei Mal zu übernachten, damit wir das Wochenende in vollen Zügen geniessen können und genügend Zeit haben, die wunderschöne Umgebung zu erkunden und ein bisschen Italianità und Bergromantik aufkommen zu lassen. Wer mit Kindern reist, weiss, dass alles immer viel länger dauert als geplant.

Übernachten: Hotel Albrici in Poschiavo | Rifugio Saeoseo | Leider nur noch für Gruppen, aber traumhaft: Stazione della Posta in La Rösa

 
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Dieser Beitrag ist eine bezahlte Kooperation mit der Schweizerischen Post, die Hauptpartnerin der Schweizer Wanderwege. #yellowhike

Vielen Dank für die angenehme Zusammenarbeit. Idee, Text und Bilder ©Claudia Jucker, Hoi Berlin.