Auf zur Drachenforschung - Ein Wochenende im Seetal

Unsere Leidenschaft für besondere Ausflugsziele und Abenteuer ist bis ins Seetal, ein Tal zwischen Emmen, nördlich der Stadt Luzern und dem aargauischen Lenzburg, vorgedrungen und so nahmen wir dankend an, als uns die persönliche Einladung des dort ansässigen Drachenforschers Ambrosius Ferdinand Sigismund Maria von und zu Drachenfels erreichte.

Unsere Mission: Ein Wochenende im Seetal. Direkt am Ufer des Hallwilersees stationiert. Ausgestattet mit zwei Drachenforscher Pässen, einer Erlebniskarte und der Seetaler Drachen-Saga, Band 231.

An einem Wochenende im Juni, an dem die Schweiz neuste Hitzerekorde meldete, waren wir dann also voll und ganz im Zeichen der Drachenforscherinnen unterwegs und entdeckten mit grossem Enthusiasmus, viel Wasser und Sonnencreme im Gepäck eine uns noch unbekannte Region der Schweiz. Das Seetal.

Damit wir uns auf die zwei Tage einstimmen konnten, lasen wir im Vorfeld mit den Kindern die Seetaler Drachen-Saga, welche uns sämtliche Drachen der Region näher brachte (und wie es in Drachenschulen, bei Drachenfesten und in Drachenfamilien zu und her gehen kann). Wir wussten also bereits vor unserem Trip, das wir es mit Feuer-Wasser-Luftflug-und Feld-Wald-und-Wiesendrachen zu tun haben werden. Für alle, die keinen Zugang zu dieser Saga haben, können sich vor Ort weiterbilden oder sie hier bestellen.

 

Tag 1

Schloss Heidegg

Unsere erste Station war das Schloss Heidegg in das ich mich auf den ersten Blick verliebte. Die Aussicht! Der Park! Das Schloss selbst! Der Geruch im inneren des geschichtsträchtigen Gebälks erinnerte mich an meine Kindheit, in der ich die meiste meiner Freizeit in der alten Dorfbibliothek verbrachte, die ebenfalls in einem schweren Gemäuer anzutreffen war. Ein warmer, holziger, heimeliger und etwas öliger Duft.

Perfekter hätte unser Einstieg in die Geschichte nicht sein können. Die Heidegger Turmkellergeschichten nahmen uns mit gewiefter Animation und einem kecken Hündchen mit auf eine kurzweilige Reise durch die Geschichte vom Schloss.

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Bitte anprobieren! In der Ankleide durften wir uns in ähnliche Gewänder hüllen, wie damals 1912 die Familie Pfyffer von Heidegg, die früheren Besitzer des Schlosses Heidegg. Ich war ganz begeistert von unserem neuen alten Look!

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Spannend wurde es dann vor allem in den oberen Gefilden, als wir die vielen interaktiven Angebote für Kinder entdeckten und natürlich DAS absolute Highlight, wo wir die meiste Zeit verbrachten:

Das Arbeitszimmer des Drachenforschers Ambrosius Ferdinand Sigismund Maria von und zu Drachenfels

Willkommen in der Welt der wahren Drachenforscher und Forscherinnen, herein in die Hochschule für Drakologie. Forschen soll hier für alle möglich sein.

Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wow! In diesem Forschungslabor lernten wir, wie wir - sollte es zu einer der sehr seltenen Begegnungen mit einem Seetaler Drachen kommen - mit den scheuen Wesen kommunizieren können, wie wir sie aufspüren oder wie wir sie hören können. Dies alles mit Hilfe vom Drakometer, dem Drakodorographen oder dem allgemeinen Erforschen des Raumes.

Zudem stellte uns Sigi, wie ich den Drakologie Professor der Abkürzung halber nenne, seine gesamte Bibliothek zur Verfügung und hätten wir nicht noch eine zweite Mission gehabt, hätten wir glatt den ganzen Tag auf Schloss Heidegg verbringen wollen.

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Nicht verpassen:

Heidegger Turmkellergeschichten

Ankleide

Kinder-Estrich

Burgen bauen

Spielplatz (mit Grillplatz vor dem Schloss)

Eintritte:

Erwachsene 8.- | Kinder 5.-

Familienkarte 1 (1 Erwachsene, bis 4 Kinder) 14.- | Familienkarte 2 (2 Erwachsene, bis 4 Kinder) 22.-

Weitere Informationen zu Vergünstigungen und Öffnungszeiten.

Öffnungszeiten: Das Schlossmuseum ist geöffnet vom 2. April bis 31. Oktober 2019. Dienstag bis Freitag 13.30-17.00 Uhr, Montag geschlossen. Samstag, Sonntag und allgemeine Feiertage 10.00-17.00 Uhr. Letzter Einlass 16:30 Uhr.

Gebührenpflichtiger Parkplatz vor dem Schloss. Wichtig: Es gibt keine direkte Busverbindung. Zu Fuss: In 20 Minuten vom Bahnhof Gelfingen zum Schloss: Vor dem Restaurant Sternen den Fussgängerstreifen überqueren und dann dem gelb markierten, offiziellen Wanderweg folgen.

 

Seerundfahrt auf dem Hallwilersee ab Mosen

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Waschechte Drachenforscher begeben sich auf eine Schifffahrt auf dem Hallwilersee und entdecken mit etwas Glück den scheuen Hallie. Bisher ist es aber erst der Doktorandin der Hochschule für Drakologie, Andrea Amalia Aqualina gelungen, mit Hilfe eines Drakomaten einen Wasserdrachen etwas näher ans Schiff zu locken.

Wir nahmen den Rundkurs um 15:25 ab Mosen und genossen die fünf viertel Stunden auf dem türkisgrünblau schimmerndem See. Vom Schiff aus entdeckten wir die vielen Bademöglichkeiten rund um den Hallwilersee, aber auch die wunderschöne Landschaft, die nicht so verbaut ist, wie bei uns rund um den Zürichsee.

Die länge der Fahrt war für unsere Kinder grad ideal ohne das sie jede Minute fragten, wie lange es denn jetzt noch dauert. Tipp: Unbedingt Sonnenschutz, viel Wasser und etwas zum Lesen einpacken.

Wer bei der Delphin Haltestelle vorbei fährt, so wie wir, kann sich hier die Hörgeschichte anhören.

Fahrtkarten können an Bord gelöst werden. Ein Kiosk mit Glacé und Snacks gibt’s auch. Schifffahrt Hallwilersee.

 

Tag 2

Kinderplausch im Schongiland

Wir liessen uns von den sehr hohen Sommertemperaturen nicht den Spass verderben. Im Gegenteil. Wir hatten das Schongiland fast für uns alleine und genossen beim Drachenflug ein kühles Lüftchen. Das Schongiland mag vielleicht nicht der modernste Erlebnispark sein, aber für die Kinder spielt das überhaupt keine Rolle. Toll war, das wir bei den meisten Attraktionen völlig autonom waren und die Maschinen selber bedienen konnten.

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Am meisten Spass hatten die Mädels und der Mann an der 380 Meter langen Rodelbahn. Mips durfte nur in Begleitung fahren, aber das war auch gut so. Nicht vergessen, Mützen auszuziehen, sonst fliegen die dann im hohen Bogen davon und landen am Ende noch in der Ausstellung im Dachstock der alten Mühle …

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Familien können hier unbeschwert einen ausgedehnten Ausflug geniessen und alle werden ihren Spass haben. Die Geisslein freuen sich über ein paar Streicheleinheiten und im Sommer erfrischt ein Wasserspielplatz die kleineren Gäste. Maus (9 Jahre) liebte den Schongi-Loop und die Butterfly Bahn. Kreischen und Bauchkribbeln garantiert. Mips (4 Jahre) hingegen wurde auf der Schongi-Bahn selig und drehte mit vollster Konzentration ihre Runden.

Für den Snack zwischendurch oder gegen den Drachenhunger sorgt das Selbstbedienungsrestaurant mit heimeligem Gartensitzplatz. Wer möchte, packt sich seine Grillsachen mit ein und nutzt eine der schönen Grillstellen. Besonders beliebt ist die Grillstelle beim Mühliweiher. Brennholz wird gratis zur Verfügung gestellt.

Für die Öffnungszeiten bitte hier lang. Eintritt: Kinder ab 5 Jahren: 19.- | Erwachsene ab 15 Jahren: 21.- | Senioren ab 60 Jahren: 14.-

Weitere Infos zu Preisen und Vergünstigungen

 

Strandbad Seerose

Wie bereits am Tag zuvor hielten wir im Strandbad Seerose in Meisterschwanden Ausschau nach Wasserdrachen. Dafür schwammen wir extra auf’s Floss und kletterten auf den Sprungturm. Leider waren wir an diesem Tag nicht die einzigen, die sich in der Seerose ins schöne blau des Hallwilersees stürzen wollten und so verpassten wir leider die Drachen, wie auch die 50 verschiedenen Glacé Sorten, die es hier im Angebot gibt.

Der Ansturm auf die Badi war riesig und so gelangten wir nur über einen Schleichweg dahin (Die Strasse war abgesperrt). Wenn ihr also einen Strandbad Seerose Tag plant, seid früh da! Wir haben gehört, dass das Restaurant super lecker sein soll und dass sich die kleinen Gäste am liebsten im Baumhaus auf dem Spielplatz verstecken.

Ach ja, hier ist auch der Hotspot zum Stand Up paddeln! Diese können direkt im Strandbad gemietet werden.

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 9:00 bis 23:00 Uhr. Der Eintritt kann bei grossem Andrang am Automaten gelöst werden. Kinder bis 6 Jahre  sind gratis. Kinder von 6 – 16 bezahlen 2 Franken und ab 16 Jahren kostet der Eintritt 5 Franken.

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Alles rund um den Ausflug ins Drachental

Der Drachen Forscherpass

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Die Erlebniskarte (hier online) und der Drachen Forscherpass gehören bei einem Familienausflug ins Seetal unbedingt dazu. An 18 Drachenorten (für mehr Infos bitte hier lang) haben die Kinder die Möglichkeit Stempel zu sammeln, die Motive mit unterschiedlichen Drachen zeigen, die wiederum im Buch “Die Seetaler Drachen-Saga” genauer vorgestellt werden. Haben die Nachwuchs Drachenforscher sieben Stempel gesammelt, werden sie mit einem Preis ausgezeichnet.

Die Pässe gibt es übrigens überall wo Stempel gesammelt werden können. Also nichts wie los!

Info: Die Sammelaktion dauert bis zum 31. Oktober 2019. Die Forscherpreise können bis zum 15. November 2019 abgeholt werden. Alle Informationen dazu auf www.drakologie.ch.

 

Seetaler Drachen-Saga (Bilderbuch)

Die Seetaler Drachen-Saga (Baeschlin Verlag) ist ein sehr hochwertiges Buch für jung und alt, das spielerisch mit viel Witz und Phantasie die Seetaler Gegend und die einzelnen Drachencharaktere erzählt und dazu noch wunderbar illustriert ist. Nach dem Lesen waren wir fest davon überzeugt, dass es die Drachen tatsächlich geben muss. (Wenn sie nur nicht so scheu wären …) Für alle Drachenfans ein Muss!

Der aktuelle Running Gag unserer Kinder stammt übrigens aus dem Seetaler Drachen-Saga Buch (Seite 28). Sie wiederholten den Dialog immer wieder und lachten sich dabei kaputt.

“Hallihallo, hier ist Hallie.”

“Und wo ist Baldie?”

Und Hallie antwortet: “Baldie kommt bald!”

Aus der Seetaler-Drachensaga Band 231

Hallie und Baldie sind Wasserdrachen und hausen im Hallwiler-und Baldeggersee. (Logisch, oder?)

 

Hörgeschichten

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Unsere Kinder (und auch ich) lieben Hörgeschichten sehr und so machten wir jeweils einen kleinen Hörstop, wenn wir an einem Drachenort Halt gemacht haben. Die Geschichten können mittels QR Code Scan abgerufen werden, über die Drakologie Seite oder hier schön der Reihe nach gelistet:

  1. Schloss Lenzburg

  2. Schongiland

  3.  Schloss Hallwyl

  4. Delphin (Schiffstation)

  5. Schiffanlegestelle Beinwil am See

  6. Schloss Heidegg

  7. Fishing on the Farm

  8. Wildobstarboretum

  9. Ruine Nünegg (Die Geschichte zur Ruine Nünegg ist nur online verfügbar, die Hörstation selbst steht (noch) nicht.)

 

Campen am Hallwilersee

Wir waren mit unserem VW Bus für zwei Nächte auf dem Campingplatz Seeblick in Mosen untergebracht, am Südufer des Hallwilersees und können ihn wärmstens empfehlen. (Es gibt noch einen zweiten Campingplatz beim Arbeiterstrandbad, aber da sind nur Wohnmobile und Zelte erlaubt). Es war alles sehr unkompliziert und gefehlt hat es an nichts.

Die Toiletten und Duschen waren sauber und es gab keine Warteschlangen. Die Mädels liebten es, alleine auf den Spielplatz zu gehen oder morgens im Camping Shop frisches Brot und Jogurt zu holen. Die Jogurtgläser wuschen sie selber ab, brachten sie zurück und durften sich mit dem Pfand Kaugummis kaufen. Ein Highlight!

Obwohl tagsüber ein emsiges Gewusel herrscht und viele Kinder herumtollen, war es nachts sehr ruhig. Morgens wachten wir bei Vogelgezwitscher auf und erfrischten uns bei einem Morgenschwumm im türkisfarbenen See.

Adresse: Camping Seeblick, Campingstrasse 5, 6295 Mosen Luzern | Tel: +41 41 9171666 |

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Nicht verpassen:

Strandtag

Schiffrundfahrt ab Mosen

Sonnenuntergang kucken

Grillen direkt am See

Es gemütlich nehmen

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Diese Pressereise entstand in sehr angenehmer Zusammenarbeit mit Seetal Tourismus. Der Beitrag widerspiegelt meine persönliche Meinung. Herzlichen Dank allen Partnern und Verbündeten für diesen tollen Auftrag! Wir kommen wieder!